Der Fall als solcher

Seite 2 von 5 Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Aberdeen am So Sep 22, 2013 2:18 am

@Lilie das würde auch zu meinen Vorurteilen über "Hessen" passen? Der Richter heißt Wagner, richtig? Werde mal ein wenig googeln!

Aberdeen
Admin

Anzahl der Beiträge : 167
Anmeldedatum : 13.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am So Sep 22, 2013 7:06 am

@Aberdeen
Es war Richter Wagner.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Aberdeen am So Sep 22, 2013 8:43 am

Danke

Aberdeen
Admin

Anzahl der Beiträge : 167
Anmeldedatum : 13.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mo Sep 23, 2013 10:29 am

ich klinke mich aus dieser Diskussion zunächst aus.

Nicht, weil sie mich nicht interessiert.

Aber sie ist kriminalistisch uninteressant.

Wenn die Unterstützergruppe nicht wesentliche Indizien unterschlagen hat (und ich glaube ihr, dass sie das nicht getan hat), dann ist Andreas Darsow nicht nur unschuldig.

Dann ist er sowas von offenkundig unschuldig, dass man sich verzweifelt fragt: Wie, um alles in der Welt, hat er bei dieser (NICHT)Beweislage denn überhaupt verurteilt werden können? Welcher Teufel ritt die Richter(innen?)? geht es hier jetzt etwa um die karriererettung eines - so muss es angesehen werden - restlos überforderten Richters?

Keine DNA von Andreas Darsow, keine Schießübungen, kein Waffenbesitz, kein nichts nichts und abernochmal gar nichts. Kein Motiv (das vom Gericht herbeihalluzinierte geht doch nicht einmal als Vollsuffwitz durch!).

Wenn nicht noch sensationell neue Aspekte auftauchen, lege ich mich fest: Dieses Urteil hat Harry-Wörz-Potenzial, soviel ist sicher. Und ich tue Harry Wörz nicht weh, wenn ich sage: es ist eigentlich noch viel schlimmer...

pfiffi

Anzahl der Beiträge : 379
Anmeldedatum : 10.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Mo Sep 23, 2013 10:32 pm

@pfiffi
Es wurde nichts unterschlagen, wir diskutieren ganz offen mit jedem. Wir arbeiten ja gerade an dem Urteil wenn dies online ist werde ich Dir bescheid geben.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Di Sep 24, 2013 10:21 pm

T-Shirt Freiheit für Andreas Darsow

Aufgrund der großen Nachfragen haben wir uns entschieden, das T-Shirt „Freiheit für Andreas Darsow“ nachdrucken zulassen.

Das T-Shirt (Frabe: schwarz — Aufdruck: silber/rot — Material: Baumwolle) kostet 20 Euro. Nach Abzug der Kosten wird der Restbetrag als Spende an Andreas Darsow weitergegeben.

Sie können entweder über das Bestellformular (http://www.homepage-baukasten-dateien.de/montechristo-ev/bestellformular%20freiheit%20andreas.pdf) bestellen oder uns Ihre Bestellung per E-Mail (mcev@seidl-online.de) zu senden. Hierbei bitte Größe und Anzahl mit Angabe Ihrer kompletten Adresse angeben.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Do Sep 26, 2013 12:45 am


11. Sparkassen Halbmarathon Aschaffenburg
Sonntag, 06. Oktober 2013, 10:30 Uhr

Ich nehme am 11. Sparkassen Halbmarathon Aschaffenburg teil und laufe für Andreas. Mein Lauf wird für die Reportage bei 37 Grad (ZDF) gefilmt.

Es würde mich freuen wenn Ihr als Unterstützung dabei seit. Am besten gleich mit dem T-Shirt!

Danke.

Anja Darsow

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Mo Sep 30, 2013 7:26 pm

Das nächste Mitgliedertreffen des Vereins Monte Christo e.V. Babenhausen findet am Donnerstag, den 10.10.2013 um 20:00 Uhr im Restaurant "Kaiserlich" Babenhausen statt. Alle Mitglieder des Vereins sowie Unterstützer und Interessierte sind herzlich eingeladen.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Di Okt 01, 2013 11:41 am

Ich bitte darum, diese petition zu zeichnen:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_07/_25/Petition_44520.nc.html

Mit ihr wird eine Diskussion weiter geführt, die auch ich für wichtig halte: Wie schaffen wir es, die sicherlich notwendige richterliche Unabhängigkeit zu erhalten, zugleich aber richterliche Urteile, die eben Urteile von Menschen sind, also fehlerhaft sein können, nicht derart schwer revidierbar zu machen, wie das de facto in Deutschland, zumindest im Strafrecht, derzeit der Fall ist?

pfiffi

Anzahl der Beiträge : 379
Anmeldedatum : 10.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Di Okt 01, 2013 10:39 pm

Was tun wenn Sie unschuldig sind!

Auf unserer Homepage haben wir unter http://www.montechristo-ev.de/Was-tun-wenn-Sie-unschuldig-sind-ar-.htm einen Leitfaden erstellt.

Wir hoffen durch diesen Leitfaden ihnen etwas helfen zu können.

Viel Kraft bei ihrem Kampf.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am So Okt 20, 2013 7:35 pm

Buch: Der Richter und sein Opfer!

Das Gespräch mit Thomas Darnstädt

Richterliche Fehlurteile: Wie steht es um die Macht unserer Richter? Der "Spiegel"-Redakteur und Jurist Thomas Darnstädt hat ein Buch über die Irrtümer der deutschen Justiz geschrieben.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=36010

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Di Nov 05, 2013 5:56 am

Das nächste Mitgliedertreffen des Vereins Monte Christo e.V. Babenhausen findet am Donnerstag, den 7.11.2013 um 20:00 Uhr im Restaurant "Schwartzer Löwe" (http://www.schwartzer-loewe-babenhausen.de/de/index.php) Babenhausen statt. Alle Mitglieder des Vereins sowie Unterstützer und Interessierte sind herzlich eingeladen.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Mo Nov 18, 2013 1:58 am

Jahreshauptversammlung von Monte Christo e.V.
Die Jahreshauptversammlung am Donnerstag, den 21.11.2013 findet im Schwartzen Löwen (Fahrstraße 17, Babenhausen) www.schwartzer-loewe-babenhausen.de statt.
Das Team von 37 Grad (ZDF) wird Filmaufnahmen machen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.
Der Vorstand

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Fr Nov 22, 2013 8:02 pm

Kampf um Wiederaufnahme im Doppelmord-Fall
Babenhausen - „Wir sind schwer enttäuscht, dass die Petition abgelehnt wurde“, sagte Josef Seidl, der Vorsitzende des Vereins Monte Christo bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend. Von Petra Grimm...

http://www.op-online.de/lokales/nachrichten/babenhausen/doppelmord-babenhausen-monte-christo-legt-nach-3235492.html

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Do Dez 05, 2013 7:22 am

Mitgliedertreffen Monte Christo e.V.
Ab sofort findet jeden zweiten Donnerstag im Monat das Mitgliedertreffen in dem Restaurant Schwartzen Löwen (www.schwartzer-loewe-babenhausen.de) statt.
Das nächste Mitgliedertreffen des Vereins Monte Christo e.V. Babenhausen ist am Donnerstag, den 12.12.2013 um 20:00 Uhr.
Alle Mitglieder des Vereins sowie Unterstützer und Interessierte sind herzlich eingeladen.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Do Dez 05, 2013 8:45 pm

Interview mit 37 Grad

Gestern war es soweit, das ZDF Team der Sendung 37 Grad hatte eine Drehgenehmigung in der JVA-Weiterstadt. Andreas durfte nach fast 4 Jahren Fragen vor der Kamera beantworten. Das Interview war sehr ergreifend für mich und meine Kinder. Das war ein großer Schritt für uns. Jetzt folgt kurzfristig noch ein Termin bei RA Strate in Hamburg. Vielen Dank an die Leitung und das Team der JVA Weiterstadt, dass dies möglich war.

Anja Darsow

PS: Kopf hoch Andreas. Wir schaffen das!
http://www.doppelmord-babenhausen.de

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Do Dez 12, 2013 6:42 am

Artikel aus lichtblick-zeitung.de

Die Lebenstehler !

10 % aller Inhaftierten sind unschuldig ! Juristen monieren, dass in der BRD viel zu viele Menschen unschuldig in Haft gehalten werden. Das meint auch der Autor des Buches "Der Richter und sein Opfer - wenn die Justiz sich irrt", Dr. Thomas Darnstädt.

http://www.lichtblick-zeitung.de/index_htm_files/03-2013.pdf#page=40&zoom=auto,0,305

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Do Jan 30, 2014 10:29 pm

Doppelmord Babenhausen:
10.000,00 Euro Belohnung von der Zeitschrift Tatzeit!

Gestern Abend lief in der ARD der Fall "Harry Wörz". Ein weiteres Beispiel von vielen Justizirrtümern, die zur Zeit für Aufsehen sorgen neben "Gustl Mollath", "Peggy" und "Horst Arnold". Das ZDF dreht zur Zeit eine Dokumentation über "Andreas Darsow", der in einem mehr als fragwürdigen Indizienprozess verurteilt wurde, seine Nachbarn heimtückisch erschossen zu haben.
Auf der Internetseite www.doppelmord-babenhausen.de kämpfen neben der Ehefrau, Anja Darsow, inzwischen viele weitere Menschen, die das Urteil mit Fassungslosigkeit aufgenommen haben, für ein Wiederaufnahmeverfahren. Zwischenzeitlich wurden von privater Seite 10.000,00 Euro Belohnung zur Verfügung gestellt für einen entlastenden Hinweis, der zur Freilassung führt, oder für einen Hinweis, der zu dem oder den wahren Tätern führt! Nehmen Sie sich bitte die Zeit, schauen Sie sich die Internetseite an und machen Sie sich ein Bild. Wir wollen nicht, dass Menschen eingesperrt werden, deren Schuld nicht eindeutig bewiesen ist! Inzwischen beschäftigt sich der bekannte Rechtsanwalt Strate mit dem Fall. Sollten Sie Hinweise haben, nehmen Sie mit uns oder Frau Darsow Kontakt auf. Selbstverständlich werden alle Hinweise auf Wunsch auch streng vertraulich behandelt! www.tatzeit.eu

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Di März 04, 2014 10:29 pm

Mein Mann ist kein Mörder!
37 Grad / ZDF / Dienstag 25.03.2014, 22:15 - 22:45 Uhr
http://37grad.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/4c838ba6-ed58-3a59-b347-4a973ae03531/20281710

Ein Freitag im April 2009 im hessischen Babenhausen. An diesem Tag wird das Ehepaar T. grausam ermordet. Der Täter lauert zuerst Klaus T. auf, erschießt ihn mit mehreren Schüssen. Dann tötet er dessen schlafende Ehefrau, versucht auch die gemeinsame, behinderte Tochter umzubringen. Die Anwohner der Kleinstadt stehen unter Schock, vor allem die Nachbarn, unter ihnen Anja Darsow und ihre Familie.

Einige Monate später klingelt die Polizei an der Tür der Darsows. Die Beamten nehmen Andreas Darsow wegen zweifachen Mordes an seinen Nachbarn fest. "Mit diesem Klingeln fing alles an. Man hat ein normales Leben, Familie, Job und plötzlich ist nichts mehr wie vorher", sagt Anja Darsow heute. Obwohl es keine Beweise, nur Indizien gibt, verurteilt das Gericht Andreas Darsow zu lebenslanger Haft. Wie durch Watte hört die 36-jährige Anja im Gerichtssaal diese Worte. Doch nach anfänglicher Verzweiflung beginnt die dreifache Mutter zu kämpfen: Sie ist davon überzeugt, dass ihr Mann unschuldig ist, und will seine Unschuld beweisen. "Wenn jemand so eine Tat begeht und man hat es nicht gemerkt, dann stimmt was in der Beziehung nicht. Dann ist der Mensch krank, und das hätte ich gemerkt" sagt Anja Darsow. Viele im Ort, Nachbarn, Familie und sogar unabhängige Prozessbeobachter unterstützen sie. Auf einer Internetseite veröffentlicht Anja Darsow Prozessakten und vorhandene Indizien - auch entlastende, die ihrer Meinung nach vom Gericht nicht berücksichtigt wurden.

Die Überzeugung von der Unschuld ihres Mannes hält Anja aufrecht. Alle zwei Wochen darf die Familie Andreas im Gefängnis besuchen, jedes Mal ein emotionaler Kraftakt. Der jüngste Sohn war noch ein Baby, als der Vater verhaftet wurde. Er kennt den Vater nur als Gefangenen, hinter Schloss und Riegeln. "Mein Ziel ist: Die JVA-Tür geht auf, und mein Mann kommt als freier Mann wieder raus. Dafür kämpfe ich!" Anjas große Hoffnung ist nun Anwalt Gerhard Strate, ein Spezialist für Wiederaufnahmeverfahren, der auch das mutmaßliche Justizopfer Gustl Mollath vertreten hat.

Warum sind Anja, Freunde und die Familie von der Unschuld ihres Mannes überzeugt? Wie lebt eine Frau mit ihren Kindern, deren Mann als Mörder verurteilt wurde? Wie verarbeitet die Familie die Gefängnisbesuche? Wird es zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommen? "37º" begleitet Anja Darsow im Alltag und bei ihrem Kampf um die Unschuld ihres Mannes.

Alle Informationen zum Fall Andreas Darsow unter http://www.doppelmord-babenhausen.de

Bitte teilen und auf die Reportage hinweisen. Andreas ist unschuldig!


smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Di März 25, 2014 9:32 am

Urteil

Liebe Freunde und Interessierte,

da wir nichts zu verheimlichen haben, stellen wir das Urteil, in welchem Andreas Darsow zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld, in einem beispiellosen Indizienprozess verurteilt wurde, zur Verfügung.

Es ist zu bemerken, dass eine „normale“ Urteilsbegründung nicht dieses Ausmaß von 288 Seiten hat. Nach Auffassung von Experten, wurde hier besonders viel „Füllmaterial“ untergebracht, was mit dem oder den Täter(n) nichts zu tun hat. Es sollte hier der Anschein erweckt werden, dass besonders gründlich recherchiert wurde….

Sie können das Urteil unter http://www.wobsta.de/tmp/Urteil_Andreas_Darsow_01.pdf herunterladen. Bitte beachten Sie es dauert ca. ein bis zwei Minuten bis die Datei (110 MB) sich öffnet. Aufgrund der Größe der Datei raten wir Ihnen die Datei zu speichern, da eventuell die Verbindung abbrechen könnte.

smint21

Anzahl der Beiträge : 29
Anmeldedatum : 11.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Di Apr 01, 2014 10:12 am

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Lärmstörungen, die von einer behinderten Person ausgehen, muss man nach allgemeiner Rechtsprechung hinnehmen (das ist ja überwiegend auch richtig so). Nun spricht das Urteil deutlich von schlechter Schallisolierung der Reihenhäuser. Diese schlechte Schallisolierung wurde indessen von der Familie Darsow in Zweifel gezogen. Hier wird wohl ein Schallgutachten nötig sein. Derzeit klärt sich mir dieser Punkt noch nicht. Sollte das Schallgutachten aufzeigen, dass die Häuser gut schallisoliert waren, wäre dem Urteil bereits ein wesentliches Standbein entzogen. Nach meiner laienhaften Rechtsauffassung wäre ein solches Schallgutachten auch eine neue Tatsache, die die Wiederaufnahme ermöglichen sollte. Im übrigen gibt es relativ preiswerte Lärmdämmmaßnahmen speziell auch für Reihenhäuser. Das Gericht selber stellt fest, dass Darsow ein penibler Mann ist, der zunächst alle Möglichkeiten recherchieren würde. Warum gibt es dann kein Surfprotokoll, das ihn bei der Recherche nach lärmdämmenden Maßnahmen zeigt? Und: man muss Mark Beneke nicht kritiklos lieben. Aber eine voll aufgedrehte Stereoanlage, und dann hört man nichts...das ist schon mal eine Duftmarke. Gab es im Prozess dazu eigentlich einen Ortstermin?

Lärmstörungen nachts um 4 durch eine 'gesunde' Person muss man nach ständiger Rechtsprechung nicht hinnehmen. Warum hat Andreas Darsow, der doch ein so penibler Mann war, so kontrolliert, der ständig alles recherchierte, sich hierüber nicht informiert, nie eine Rechtsberatung aufgesucht, wenn er angeblich so massiv durch Herrn Toll beeinträchtigt war? Ein ständiges „Ramentern“ des Herrn Toll nachts um 4 hätte Darsow sehr wohl Möglichkeiten an die Hand gegeben, gegen Herrn Toll rechtlich vorzugehen, ihn, den Toll, auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen oä. Wie häufig wurde von Herrn Darsow nach der Eskalation 2001 – 8 Jahre vor der Tat – die Polizei gerufen? Nicht ein mal mehr! Warum nicht? Die Belästigung soll doch erheblich gewesen sein, und gegen Lärmbelästigung nachts um 4 Uhr durch Herrn Toll hätte man sehr wohl vorgehen können. Warum keine Klage, kein Unterlassungsbegehren? Warum greift ein Familienvater da lieber zur Waffe und stürzt damit ja zwei familien ins Unglück? Es erschließt sich mir nicht.

Eine wirkliche und erhebliche Lärmbelästigung über Jahre hinweg könnte ein Motiv sein, richtig...aber ich vermisse da nach 2001/02 alle Versuche milderer Lösungsmöglichkeiten, keine Lärmdämmung, kein Gang zum Anwalt, nichts.

Der zeuge Z*** soll in der verhandlung von „regelmäßigen“ Lärmbelästigungen berichtet haben. Seine öffentlichen Bekundungen lauten aber ganz anders. Das ist aufzuklären.

Unstreitig ist: Der Sysadmin in Darsows Firma war ein sog. „Waffennarr“ – ich stelle das mal wertfrei so fest. Unstreitig hat er auch vom Arbeitsrechner aus massiv Waffensites angesurft. Unstreitig hat er versucht, diese Surfereien zu verbergen, indem er auf seinem Rechner Dateien in einem erheblichen Umfang gelöscht hat – mit anderen Worten: Unstreitig hat er Beweismaterial manipuliert bzw zu manipulieren versucht, und zwar massiv. (Mit Sicherheit nicht deswegen, weil er selber etwa in die Tat involviert wäre – das können wir ausschließen - , sondern einfach, weil er Angst hatte vor arbeitsrechtlichen oä Konsequenzen.) Dass das Gericht über diesen Sachverhalt, der ihm ja bekannt war, einfach so hinweg geht, erlaube ich mir erstaunlich zu nennen. Ein mögliches Ansurfen der Site durch den Sysadmin ist keineswegs unplausibel, weil Darsows Rechner, wie so häufig in kleineren Firmen mit ungenügender IT-Sicherheitspolitik, letztlich de facto ein offener Rechner für jedermann war. Jeder dort kannte das (zweistellige! sic!) Passwort eines jeden anderen. Die seitenlangen subtilen Ausführungen des Urteils über IT-Technik sind interessant, hier aber völlig unerheblich. Jeder, auch und gerade der Admin, hätte auf Darsows Rechner die Site ansurfen können – in aller Unschuld. Einfach, indem er in den leeren Raum geht und, ggfls war der Rechner noch auf Darsow angemeldet, dort dann schnell etwas surft und ausdruckt. Die Timeline zeigt, dass es ein Zeitfenster gab, in dem dies sehr gut möglich war. Der Ausdruck kann im Widerspruch zum Urteil Darsow mitnichten eindeutig zugeordnet werden. Es gibt andere, und zwar keineswegs abenteuerliche, Erklärungen dafür.

Das Gericht konnte nicht feststellen, wo und wie Andreas Darsow sich die Waffe besorgt hat. Nach aller kriminologischer Erfahrung muss man, wenn man sich eine Waffe besorgt, in irgend einer Form Kontakte ins kriminelle Millieu haben/angeknüpft haben. Vereinfacht gesagt: Einfach nur auf der Reeperbahn in eine Spelunke gehen und mal fragen ist da wenig zielführend. Man muss in dem Millieu schon „Vertrauen“ generiert haben. Bei Andreas Darsow haben die Ermittlungen hierzu nichts ergeben. Kein Surfen nach „Waffe illegal“ oä, nichts.

Das Gericht findet es offenkundig verdächtig, dass Darsow sich am 3. Mai nach einem Anwalt erkundigte. Am 1. Mai musste Andreas Darsow eine DNA-Probe abgeben. Ich würde mich dann auch informieren. Desgleichen sei sein googlen nach Spürhunden u.ä. verdächtig (Auch Gerry McCann hat bekanntlich nach Leichenhunden gegoogelt). Das ist, wie jeder Kriminologe dartun kann, das völlig normales Verhalten eines Unschuldigen, der sieht, wie sich das Netz aus Scheinbeweisen immer enger um ihn zuzieht. Ein schuldiger Andreas Darsow, penibel, wie er sein soll, hätte das eher im Vorwege geklärt.

Das FBI verzichtet inzwischen aus sehr guten Gründen fast völlig auf Schmauchspuren. Ich verweise auf den einschlägigen Wiki-Link. https://de.wikipedia.org/wiki/Schmauch

Das Urteil führt – an dieser Stelle zutreffend und überzeugend – an, dass die Tat Darsow eigentlich wesensfremd sei. Dann aber würde Andreas Darsow eben nur das sozusagen „nötigste“ tun, nämlich Herrn Toll, höchstens noch Frau Toll dazu, töten. Die (versuchte) Tötung der kranken Tochter würde für Andreas Darsow keinen Sinn machen. Sein „Problem“ war vorher gelöst, die kranke Tochter würde definitiv nicht alleine im Haus wohnen bleiben. Sie macht Sinn bei
- Erbstreitigkeiten (gesetzliche Erbfolge)
- Tötung aus einem kriminellen Millieu heraus („keine Zeugen“, ggfls wusste der Täter gar nicht, dass die Tochter behindert war)
- krankhaftem Serientäter

Wie der User Aberdeen ausgeführt hat, ist Pistoelnschießen nicht ohne. Dafür muss man sich schon etwas „Einschießen“.  Ein solches Üben – die Schießleistung des Täters war nicht brillant, aber doch recht gut – konnte man Darsow nicht nachweisen.

Unstreitig fühlte sich Herr Toll bedroht. Er bot einem „Rocker“ 10.000 Euro für Schutzdienstleistungen an. Dieser Punkt wurde nie ausermittelt. Bis heute wissen wir nicht, vor wem sich Herr Toll fürchtete. Andreas Darsow eher nicht. Den hätte er dem „Rocker“ nämlich problemlos benennen können, worauf er das Problem schnell, hart und herzlich „gelöst“ hätte. Das hätte auch nicht 10.000.- Euro gekostet, Darsow mal schnell ein bißchen „aufzumischen“.

Natürlich sind fehlende DNA und Nicht-Anschlagen des Hundes noch keine finalen Unschuldsbeweise. Aber es ist schon ratlos machend, dass diese doch schon erheblichen Indizien zugunsten Andreas Darsows einfach so unter den Tisch gekehrt wurden.

pfiffi

Anzahl der Beiträge : 379
Anmeldedatum : 10.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Thorhardt am Di Apr 01, 2014 11:14 am

Guten Tag in die Runde!

Die geschädigte Tochter sprach nach der Tat im Krankenhaus von Tätern, dies spielte aber auch keine Rolle, da sie ja behindert sei und nicht vernehmungsfähig. Ihr wurde ein Foto von Andreas Darsow gezeigt, sie hat auf das Foto gar nicht reagiert.

Das Urteil spricht davon, daß die Tochter im Schlaf überfallen wurde. Wie soll sie da also jemanden gesehen haben? HAT sie aber wirklich von Männern gesprochen, ist das Urteil in diesem Punkt zweifelhaft. Wie kommt sie demnach zu so einer Aussage?

Thorhardt

Anzahl der Beiträge : 10
Anmeldedatum : 01.04.14

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Di Apr 01, 2014 11:19 am

Erst einmal willkommen.

Wie eine Aussage von Autist/inn/en zu bewerten ist, dafür bin ich nicht kompetent.

Im fall harry Wörz soll (soll!) die angegriffene Polizistin ja bei einem Foto vehement reagiert haben, und das war wohl nicht Harry Wörz.

Also, ich kann Dir diese Frage nicht beantworten.

PS: Der Thread drüben bei allmy ist wohl wieder offen...bis zur nächsten Schließung. Wer sich mit mir unterhalten möchte, muss das schon hier tun. Mir ist diese Mod-Willkür drüben ein Dorn im Auge. Hier wird definitiv nicht geschlossen, das kann ich versprechen.

pfiffi

Anzahl der Beiträge : 379
Anmeldedatum : 10.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Thorhardt am Di Apr 01, 2014 11:34 am

Das Gericht konnte nicht feststellen, wo und wie Andreas Darsow sich die Waffe besorgt hat.
Das ist mir im Urteil auch "aufgestoßen". Das Gericht geht da recht locker über diese Frage weg.
Ich habe schon im Forum von "domo-baha" die Frage gestellt, wieso ein Laie überhaupt auf so eine verwegene Idee mit so einem Schalldämpfer kommen sollte. Angeblich, so das Urteil, hat Andreas Darsow ja Schießübungen mit diesem Patent gemacht, die zu seiner Zufriedenheit verliefen.
Also ist ein im Grunde ungeübter Schütze mit einer Flasche vor der Mündung in das Schlafzimmer von Petra Toll und hat mit nur zwei (!) Schüssen diese getötet? Noch dazu recht gezielt? Wow... Ich stelle mir das Zielen aus einiger Entfernung recht schwierig vor, wenn so eine große Flasche vor der Waffe sitzt.

Thorhardt

Anzahl der Beiträge : 10
Anmeldedatum : 01.04.14

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Di Apr 01, 2014 11:42 am

@Thorhardt

Natürlich. ich persönlich empfinde das Urteil, je tiefer ich in es eindringe, nur noch als skandalös. Guilt by association in Reinkultur. Am absurdesten ist der waffennarrige Sysadmin, dem das Urteil einen Persilschein liefert, indem es seitenlang technische Details paraphrasiert. Sie sind unerheblich. Der Rechner Darsows war de facto ein öffentlicher Rechner, j e d e/ r konnte da rein und fröhlich surfen. Und wieder einmal sehen wir: Dass IT-Sicherheitspolitik ihren guten Sinn und Zweck hat...

pfiffi

Anzahl der Beiträge : 379
Anmeldedatum : 10.09.13

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 2 von 5 Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten