Der Fall als solcher

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mi Apr 02, 2014 6:38 pm

http://www.fr-online.de/rhein-main/mord-in-babenhausen--mein-mann-ist-unschuldig-,1472796,23118146.html

FR schrieb:Neben Familie Darsow, auf der anderen Seite des Hauses, in dem die Morde geschahen, wohnt Falk Zappe. Wie die Darsows ist er mit seiner Familie 1999 in das Reihenhaus eingezogen, die Kinder spielen seit Jahren zusammen. „Das Motiv Ruhestörung war nicht da“, sagt er, „ich habe das ausgesagt, aber es wurde nicht berücksichtigt“.

Hmmmmm.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mi Apr 02, 2014 7:17 pm

Das Urteil spricht davon, Andreas Darsow habe keine Freunde nötig gehabt, sei sich selbst genug...

http://www.homepage-baukasten-dateien.de/doppelmord-babenhausen/neuburger%20rundschau.pdf

Und wieder ist da etwas unklar... Wo man auch stochert - Unklarheiten.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Mi Apr 02, 2014 7:25 pm

@pfiffi
Was ist Dir daran denn unklar?

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mi Apr 02, 2014 7:29 pm

Lorea schrieb:Was ist Dir daran denn unklar?
Offenkundig hatte er ja doch Freunde (siehe Link). Das Urteil zeichnet das Bild eines Introvertierten, der alles in sich reinfrißt. Der keiner Freunde bedurfte. Stimmt auch wieder nicht.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Mi Apr 02, 2014 7:33 pm

Ich seh da keinen Widerspruch. ER braucht keine Freunde, SIE ist befreundet. Subjektives empfinden.


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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Mi Apr 02, 2014 7:45 pm

Die Arbeitskollegen bestärken ja seine Aussage, dass er keine Freunde braucht indirekt, indem sie sagen, er habe nicht viel privates von sich gegeben. War ergo etwas in sich gekehrter als andere.



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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mi Apr 02, 2014 7:50 pm

Lorea schrieb:Ich seh da keinen Widerspruch. ER braucht keine Freunde, SIE ist befreundet. Subjektives empfinden.

Das "subjektive Empfinden", welches das Urteil dem Mann einfach so unterstellt, wird mir hier allzu hurtig als Dummy gezückt, der immer passt.

Halten wir fest:

Urteil beschreibt ihn als starr, introvertiert. Freundin spricht von Freundschaft.

Urteil sagt, Nachbarn hätten von massiven, regelmäßigen Lärmbelästigungen gesprochen. Aber Falk Zappe widerspricht. Und vor allem sagt er, das habe er auch vor Gericht so gesagt. (Den Link brachte ich.) Warum wird das nicht gewürdigt im Urteil?

Urteil sagt, nur Darsow habe auf silencer.ch  zugreifen können. Das ist objektiv und unstreitig unwahr - aufgrund der (nicht vorhandenen) IT-Sicherheitspolitik des Unternehmens hätte jeder darauf zugreifen können.

Urteil spricht von hellhörigen Reihenhäusern. Aber das ist sehr streitig.

Sind mir ein bißchen zu viel Widersprüche.


Zuletzt von pfiffi am Mi Apr 02, 2014 7:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Mi Apr 02, 2014 7:50 pm

Gut, das obige Beispiel war jetzt nicht das Beste.
Ich möchte damit sagen, dass ich aufgrund seiner Aussage und der Beschreibung seiner Kollegen, annehme, er war eher introvertiert.

Oberflächliche Kontakte, dabei natürlich immer freundlich und hilfsbereit. In der Tiefe aber verschlossen.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Do Apr 03, 2014 2:19 am

Pfiffi schrieb: Urteil sagt, Nachbarn hätten von massiven, regelmäßigen Lärmbelästigungen gesprochen. Aber Falk Zappe widerspricht. Und vor allem sagt er, das habe er auch vor Gericht so gesagt. (Den Link brachte ich.) Warum wird das nicht gewürdigt im Urteil?

Falk Z. fühlte sich vielleicht nicht belästigt. Wohnt wahrscheinlich auch nicht im Hause Darsow, also unmittelbar neben dem Tollhaus.

Soll der Richter das wirklich anbringen im Urteil? Das wäre ja daneben, wenn man lesen würde, dass ein Nachbar, aus welchen Gründen auch immer, sich gegenteilig äußert und sämtliche anderen plus dem Verurteilten selber, die Belästigungen einräumen.

Für mich ist das Ding "Lärmbelästigung" durch. Was Befangene dazu sagen, werte ich in der Hinsicht nicht mehr. Sorry.




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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Do Apr 03, 2014 4:52 am

Lorea schrieb:Soll der Richter das wirklich anbringen im Urteil? Das wäre ja daneben, wenn man lesen würde, dass ein Nachbar, aus welchen Gründen auch immer, sich gegenteilig äußert

Liebe Lorea, das soll er nicht nur anbringe, das ist seine Pflicht und Schuldigkeit. Er hat ihn im urteil übrigens falsch/ungenau wiedergegeben. Was hat er sonst noch ungenau wiedergegeben?

Ferner, es wird immer schöner:

Urteil p. 111 Bauschaum kann nicht eindeutig zugeordnet werden. Das Gericht kümmerts nicht.

p. 127 47 Anschlußinhaber, die silencer.ch angesurft haben, konnten nicht überprüft werden. Egal.

p. 132-133 Das Urteil gibt selber zu, dass nicht alle PCs überprüft werden konnten/wurden. Es behilft sich mit der offenkundigen ad-hoc-Behauptung, diese fehlenden 8 PCs hätten damals - „jedenfalls nicht feststellbar“ - noch keinen Internetanschluß gehabt. Die im Raume stehende Behauptung, eindeutig Darsows PC sei es gewesen ist also schlicht falsch. Es wird ja immer doller.

p. 174 Schmauchspuren manchmal mit, manchmal ohne Aluminiumanteil. Was hättens denn gern? Der eine sagt so, der andere so... Aber es handelt sich na klar zu 100 % um die verschossene Munition. Das riecht mir zu sehr nach Monika de Montgazon. http://de.wikipedia.org/wiki/Justizirrtum_um_Monika_de_Montgazon Schmauch ist langlebig, altert nicht, da ja anorganisch. Warum sollen sich die Reste des im Urteil erwähnten Panzerfaustschmauchs, der ja immerhin im Prinzip genau diese Anteile auch enthielt, nicht so abgelagert haben, dass genau diese Spurenlage entstand? Oder Restschmauch - dass es sich eher um Sekundärübertragung gehandelt hat, gibt sogar das Urteil zu - durch Polizeibeamte, die einige Tage oder Wochen vorher ihre Schießübungen absolviert haben? Ist das alles ausgeschlossen? Das FBI sieht es so und verweigert sich seither nach eklatanten Irrtümern diesem Ansatz. Die Gutachter suggerieren eine Eindeutigkeit a la Fingerprint. Soviel Ahnung von Forensik habe sogar ich, dass ich sagen kann: Quatsch!

Hier neben dem Schallgutachten zweiter Ansatz für Strate: Da muss ein neues Gutachten her, welches diese Spuren prüft.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Do Apr 03, 2014 7:15 am

@pfiffi
[code]Liebe Lorea, das soll er nicht nur anbringe, das ist seine Pflicht und Schuldigkeit. Er hat ihn im urteil übrigens falsch/ungenau wiedergegeben. Was hat er sonst noch ungenau wiedergegeben?[/quote]

Wenn, sagen wir mal, 4 Aussagen gegen eine sprechen, ist wohl anzunehmen, dass die eine nicht ganz richtig sein könnte. Besonders in diesem Fall.

Wo wohnt Herr Z.? Wie steht er zur Familie D.?

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Do Apr 03, 2014 8:19 am

Lorea schrieb:Wenn, sagen wir mal, 4 Aussagen gegen eine sprechen, ist wohl anzunehmen, dass die eine nicht ganz richtig sein könnte. Besonders in diesem Fall.
Problem: Der Zeuge Z. verkündet mehrfach, in der FR, bei rtl, jetzt im ZDF-Film: Nein, sei alles ganz anders gewesen. So schlimm wars denn doch nicht. Z. hat vor Gericht ausgesagt, und das Urteil würdigt seine Aussage so, dass sie die Regelhaftigkeit der Ruhestörung bestätigt haben soll (Urteil p.- 210 ff, wenn ich den dortigen Zeugen Z richtig identifiziert habe). Hier stimmt was nicht. Und wenn das Gericht Z.s Aussage falsch wahrgenommen hat (Z. sagt ja öffentlich, er habe das so vor Gericht auch gesagt, wie er es jetzt sage), dann ist es nicht ausgeschlossen, dass das Gericht hier einem Tunnelblick erlegen ist und sich von der schieren Menge der Zeugen hat beeindrucken lassen. Dass die Tolls jetzt nicht die Nachbarn waren, die man persönlich in einer Schubkarre aus München holen würde, um siwe um sich zu haben, ist schon klar. Nur: War es so schlimm, wie das Gericht herbeifantasiert? "Nur ein Zeuge" stimmt so auch nicht. Wenn Benekes Grober Versuch stimmt bzw zumindest die Stoßrichtung zutreffend angibt - nämlich: es sei gute, adäquate Lärmdämmung in den Reihenhäusern verbaut -, dann haben wir hier schon mal zwei Ansätze, die sich mit dem Urteil doch deutlich beißen.

Die meisten Zeugen sind sowieso Zeugen vom Hörensagen. Da wäre ich immer vorsichtig. "Hat sich auf Arbeit beschwert..." Fein! Glaub ich sogar! Aber hat er täglich geklagt? Das behauptet doch nicht einmal das Urteil. Es ist nachgerade ein Musterbeispiel für guilt-by-association.

Z.*** ist übrigens, wenn ich es richtig überblicke, derjenige, der nach den Darsows am nächsten an Toll dran wohnte. Kann vielleicht mal ein Insider bestätigen oder korrigieren.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Do Apr 03, 2014 9:12 am

Immer interessant bei Strate zu "blättern":

http://www.strate.net/de/publikationen/verteidiger_in_der_wiederaufnahme.html

Daraus:
RA Strate schrieb:den Angeklagten wurde angelastet, an ihren Ärmelbündchen hätten sich Schmauchspuren von gleicher Zusammensetzung gefunden, wie sie bei der Benutzung der Tatwaffe ausgestoßen wurden. Dieser die Angeklagten schwer belastende Befund löste sich in nichts auf, als herauskam, daß die an der Festnahme beteiligten MEK-Beamten am Abend zuvor Schieß-Übungen veranstaltet hatten. Die dabei verwandte Munition war mit der Tatmunition identisch. Eine Übertragung zurückgebliebenen Schmauchs auf die Ärmelbündchen war naheliegend.

Nanu! Ich gehe zuversichtlich davon aus, dass Strate seine eigenen Worte nicht vergessen hat. Die Schießübungen können auch etwas länger zurückliegen. Oder es wurden andere verschmauchte Asservate gesichert.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Do Apr 03, 2014 9:53 am

http://tatzeit-magazin.de/SA/1/#10/z

page 10:

es wurden 3 DNA-Spuren gefunden, die nicht von Toll selber kamen: 2 kamen von Ermittlern, eine von einer unbekannten männlichen Person (nicht der Angeklagte). Es wird klargestellt, dass man eine Kontamination praktisch nicht vermeiden könne.

page 11: Zu den Schmauchspuren. Darsow wurde an der Panzerfaust ausgebildet, diese enthalte ebenso die besagten 4 Grundbestandteile wie die US-Munition, die bei der tat vernwendet wurde.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lorea am Do Apr 03, 2014 10:53 am

Pfiffi schrieb: page 11: Zu den Schmauchspuren. Darsow wurde an der Panzerfaust ausgebildet, diese enthalte ebenso die besagten 4 Grundbestandteile wie die US-Munition, die bei der tat vernwendet wurde.

Das hab ich anders in Erinnerung. Eben dass es ausgeschlossen ist, dass diese besagte Art von Munition bei der Bundeswehr verwandt wird.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Do Apr 03, 2014 12:02 pm

Lorea schrieb:Das hab ich anders in Erinnerung. Eben dass es ausgeschlossen ist, dass diese besagte Art von Munition bei der Bundeswehr verwandt wird.
Doch, in der Zusammensetzung schon. Urteil p. 180. (Dort die "Einschränkung") Der Sachverständige schloß aber aus, dass eine Panzerfaust dann Schmauchspuren dieser Art hervorbringt. Er hatte allerdings kein altes Panzerfaustmodell mehr zur Verfügung.

ich halte sowieso das Beneke-Szenario für wahrscheinlicher:

http://tatzeit-magazin.de/SA/1/#24

Tatzeit schrieb:Entsetzt war Beneke über ihre Aussage etcetc p. 24

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mo Apr 07, 2014 5:25 am

Zwei Fragen habe ich 8die eine wurde mir per PN gestellt - es darf gerne hier oder anderswo geposted werden):

a) Wenn alle Nachbarn die Lärmbelästigung gehört haben - warum hatten die kein Motiv?

b) Wie ist das Reihenhaus geschnitten? gab es wirklich kein anderes, ruhigeres Schlafzimmer für AD? Würde man sich nicht erst einmal, wenn man wirklich vom Lärm belästigt wird, nach eine ruhigeren Zimmer umsehen - anstatt loszuballern?

pfiffi

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lisa_s am Fr Apr 11, 2014 10:37 am

pfiffi schrieb:a) Wenn alle Nachbarn die Lärmbelästigung gehört haben - warum hatten die kein Motiv?

Allein diese Frage ist schon verkehrt. Lärmbelästigung kann man nicht HÖREN sondern nur empfinden. LÄRM kann man HÖREN.

Lärmbelästigung ist eine subjektive Empfindung und die Nachbarn werden sich wahrscheinlich nicht so sehr daran gestört haben oder schliefen die auch mit Ohrstöpsel.
Frau D. sagte ja, ihr Mann schlief wegen dem Röntgenauto mit Ohrstöpsel, zumindest stand dieses auf Ihrer Internetseite. Nur, das Militär war seit 2007 weg und wann war nochmal die Tat?? RICHTIG 2009 !! (das mit dem Röntgenauto ist plötzlich auf der Internetseite gelöscht. Warum?)
Waren in dem kontrollierten Umkreis (IT-Forensik) Nachbarn auf der Seite der Bauanleitung, bzw. auf Ihrem Arbeitsplatz?
Gab es bei den Nachbarn Schmauchspuren? Internetrecherchen über DNA, wie Spürhunde arbeiten?
Ein Nachbarspaar war ja schon mal zusammen zum Zeitpunkt der Tat, als sie die Schüsse gehört haben. Können sie nicht gleichzeitig am Tatort gewesen sein. Es sei denn, sie haben einen Mord in Auftrag gegeben. Ein Auftragskiller mit selbstgebasteltem Schalldämpfer? Sehr unwahrscheinlich.

Pfiffi, bei den Nachbarn kommen eben nicht so viele Zufälle / Indizien zusammen, aber ein Motiv könnten sie dennoch haben. Nur ein Motiv alleine reicht ja nicht aus.

Ich gebe die Frage mal im Thread weiter.

Wäre schön, wenn Du in den Thread zurückkommen würdest, sonst ist es zu einseitig.  Neutral 
Überlege es Dir mal. Schönes Wochenende.

LG

Lisa_s

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mo Apr 14, 2014 8:55 pm

Zur Frage, ob das Opfer Feinde gehabt haben könnte...

Der User sagt aus, er habe das genau so bwei der Polizei geschildert. Mir bleibt so langsam wirklich die Spucke weg.

@Lisa_s werde noch gesondert antworten.

Forum Darsow schrieb: [zitieren]
Folgenden Eintrag haben wir in einem anderen Forum gefunden. Ein sehr interessanter Eintrag.

Forum: http://forum.hinterkaifeck.net/index.php
von: Nelly
am: 05. März 2010, 16:09:25

ich erzähl's am besten mal von vorne:

ich zog zum 01.10.08 in eine neue Wohnung, da meine vorherige nach schweren Unwettern unter Wasser stand – bloß schnell raus da und was Neues.
Die Vermieterin der neuen Wohnung war eine ältere Dam, die den Rest des Hauses bewohnte, ich zog bei ihr unter's Dach.
3 Tage nach meinem Einzug stand die Frau in meiner Wohnung und räumte meine Kisten aus. Sie habe ein Recht dazu, sei ja ihr Haus. Da sie nicht ging, rief ich die Poizei.

Noch paar Tage später rief mich ihre Tochter an, mit der Bitte wieder auszuziehen. Das Haus gehöre ihr und sie selbst wohne auf Miete, da sie sich mit ihrer Mutter nicht verstehe. Sie wolle das Haus jetzt verkaufen und ihre Mutter habe sich wohl gedacht, wenn sie es vermiete und ihr das Geld gebe, würde sie es nicht verkaufen.

Ich sagte, dass ich gerade eingezogen sei, dabei Kosten entstanden seien und ich noch dazu die Küche für 1500 Euro übernommen habe (erst hieß es, das müsse ich nicht, dann hatte mich die alte Dame letztendlich dazu gedrängt und ich hab nachgegeben), obwohl ich sogar eine Küche hatte.

Die Tochter sagte, sie würde mir entgegen kommen und mich auch sofort rauslassen, wenn ich eine neue Wohnung habe, das Geld für die Küche bekomme ich zurück.
Dann tauchte sie mit Herrn Toll auf, der sich das Haus und auch meine Wohnung anschauen sollte. Ich bat ihn, mir Bescheid zu geben, wenn er im Gegenzug eine andere wohnung zu vermieten habe.
Bis dahin waren noch Alle freundlich und hilfsbereit.

Dann rief mich Herr Toll wegen eines Besichtigungstermins bereits erster Interessente an und zudem wolle er einen Termin für Fotos für das Exposé auf seiner Homepage ausmachen. Ich hatte ihn gebeten, mir rechtzeitig Bescheid zu geben und die Termine ausßerhalb meiner Arbeitszeiten zu legen. Bis dahin passte auch noch Alles, aber als ich ihn nach einer Wohnung fragte, ob er schon was habe, sagte er, ich solle mich selbst drum kümmern – merkwürdig...dabei hätte er durch mich doch auch nochmal verdient.

1 Tag später schaute ich mir eine Wohnung an, die ich mir rausgesucht hatte. Ich hätte sie haben können, aber:
Plötzlich sollte ich die Frist von 3 Monaten einhalten (sagte die Tochter der Vermieterin, also die Besitzerin des Hauses) – und nicht nur das – ich sollte sogar in der Wohnung bleiben, bis neue Käufer gefunden seien, wenn ich das Geld für die Küche wieder haben wollte. Man sei auf die Miete angewiesen (auf einmal! Man siehe weiter oben, dass die Tochter erst gar nicht wollte, dass noch vermietet wird).
Jetzt kamen mir so Gedanken, warum Toll mir möglicherweise keine Wohnung mehr vermitteln wollte: ich weiß es nicht, nur Spekulation – aber ich denke, die Hausbesitzerin hat ihn vllt. dazu überredet, dass sie ja der "bessere" Kunde sei – also ihm mehr Geld einbrachte und sie sich meine Miete noch "mitnehmen" wollte.

Jedenfalls kam der Tag des 1. ausgemachten Besichtigungstermines:
Toll rief mich um 15 Uhr an und sagte den Termin für 19 uhr ab, er würde sich wieder melden.

2 Tage später meldete er sich. ich hab auf der Arbeit kaum Handyempfang, also bekam ich die Nachricht via Mailbox. Ich sollte um 17 Uhr – 2 Stunden später, in der Wohnung sein. Ich rief vom Büro aus bei ihm an, und hatte seine Frau dran. Ich sagte, das gehe nicht, ich arbeite bis 18 Uhr und bin erst 19 Uhr daheim, ihr Mann wisse das doch, zudem möchte Ihr Mann doch bitte nicht so kurzfristig Termine ausmachen. Da mir klar war, dass sie die Nummer im Display sah, bat ich vorsichtshalber auch, nicht auf der Büronummer zurückzufen, der Chef mag das gar nicht. Sie war sehr freundlich, klang irgendwie aber auch aufgeregt, dachte ich.

Die nächsten Tage rief mich ständig Herr Toll auf dem Bürotelefon und auch auf dem Handy an und wollte sehr kurzfristige Termine während meiner Arbeitszeiten machen. Obwohl ich ihm mehrfach untersagte, auf dem Bürotelefon anzurufen – er rief auch mit unterdrückter Nummer an. Mein Chef wurde richtig sauer, weil es in Telefonterror ausartete.
Wir machten schließlich einen neuen Termin, wieder für 19 Uhr, aus. Doch auch den sagte Herr Toll 2 Stunden vorher wieder ab und das gleiche Spiel ging von vorne los.
Er brüllte mich mehrfach am Telefon regelrecht an, er wolle Entschädigung, ich würde boykottieren! Dabei legte er die Termine extra in meine Arbeitszeit und sagte die anderen, die ausgemacht waren, selbstw ieder ab. ich ahtte sogar Sonntagsmorgens angeboten. Dann knallte er mehrfach den Hörer drauf um mich kurz drauf wieder anzurufen, meist war er dann wieder freundlicher.

Ich fragte meinen Anwalt und einen anderen Makler, was sein Recht und was mein Recht sei.
Beide rieten mir, mir nichts gefallen zu lassen und wenn man mich zwingen würde, in der Wohnung zu bleiben und wegen der Küche unter Druck setze, solle ich es verbieten, Fotos von meinen Räumen zu machen.
Dies tat ich, mit der Anmerkung mich ejderzeit umstimmen zu alssen, wenn man mir auch entgegenkomme – Null Bereitschaft.

Herr Toll kam mit der Besitzerin. Ich hatte vorsichtshaber einen Kumpel und meinen Freund da.
Noch vor Betreten der Wohnung wiederholte ich, was ich bereits telefonisch mitgeteilt hatte: unter diesen Umständen keine Kamera und keine Fotos.
Mein Kumpel folgte Herrn Toll, der seine Jacke sehr leger über die Arme hängen hatte – und sah plötzlich wie unter der Jacke eine Kamera hervorlugte, mit der Linse nach vorne, in Herrn Tolls unter der Jacke versteckter Hand, wobei er sich mit dem Oberkörper hin und her drehte, die Kamera an sich gedrückt.
Toll stritt aber ab, Fotos gemacht zu haben, auch ebstritt er, die Kamera könne filmen. Ich drohte mit dem Anwalt, wenn dennoch Fotos auf der HP auftauchen würden.
Das war im November. Irgendwann war einfach Ruhe, ich hörte nichts mehr.
Ich blieb bis Ende Januar und zog dann aus ohne das Geld für meine Küche zu bekommen, ich musste noch 1000 Euro Heizkosten nachzahlen, für 3 Monate heizen!! weil ich so blöd war und die Zählerstände vorher nicht geprüft hatte.

Im April bekam meine Mutter mit, dass in Babenhausen ein Mord passiert war. Als ich hörte, wer es war, lief's mir heiß und kalt den Rücken runter.
1 Monat später meldete sich die Polizei, auf meinem Handy und im Büro, weil sie die Nummern rückverfolgt hatten, mein Chef hat sich vllt. gefreut....

Die statteten mir dann auch einen Besuch ab und fragten, wie ich den Herrn Toll so empfunden hätte. Ich hab denen das genau geschildert, wie hier auch. Umso erstaunter war ich, als ich überall las, wie nett er gewesen sein soll, Alle würden ihn als freundlich beschrieben...
Dabei hatte mir jemand Anderes, der aber nix mehr gesagt haben will, zu Lebzeiten des Herrn Toll noch gesagt, der arbeite mit illegalen Mitteln, das sei bekannt.
Und ich glaube nicht, dass ich als einzige negative Erfahrung mit ihm gemacht habe.
Wie auch immer, der Fall hat mich geschockt. noch dazu, dass gleich die Frau mit sterben musste und auch die Tochter ermordet werden sollte.

Eine Bekannte will wissen, dass Toll angeblich hinter der Haustür aufgefunden wurde, als habe er diese dem Mörder/den Mördern geöffnet. Seine Frau habe man im Stockwerk darüber gefunden, die Tochter noch eines darüber. Sie muss sich von dort nach unten in den Vorgarten geschleppt haben, wo sie liegen blieb bis man sie fand. Es scheint, wenn das so stimmt, als habe jemand gezielt diese Familie auslöschen wollen.


So, das war's erstmal...

Mich hat's, egal, wie er sich verhalten hat ziemlich geschockt. Und ich geb Dir Recht, Dew, man reißt sich nicht gerade drum, so was mitzubekommen und schon gar nicht dann die Polizei noch da sitzen zu haben. Es ist komisch, dass sowas jemandem widerfährt, den man selbst gekannt hat, bzw. mit dem man zutun hatte.

pfiffi

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mo Apr 14, 2014 9:17 pm

@Lisa_s sind die Ohrstöpsel ein be- oder ein entlastendes Motiv? Er scheint ja tatsächlich etwas lärmempfindlicher zu sein als andere...Problemlösung: Ohrstöpsel, oder?

Noch einmal: http://de.wikipedia.org/wiki/Wargames

Daraus:
wiki schrieb:Die Flugreservierung wird ihm später von Seiten des FBI als Fluchtvorbereitung ausgelegt, und die Tatsache, dass er diese für zwei Personen vorgenommen hat, führt zur Unterstellung, er habe mindestens einen Mittäter oder sei sogar Teil einer Verschwörung. Ursprünglich unbedeutend erscheinende Informationen und mit den eigentlichen Vorgängen gar nicht in Zusammenhang stehende Handlungen werden also zu belastenden Indizien, aus denen ein Verdacht entsteht – ein Problem, vor dem Datenschützer heutzutage warnen.

genau dies: harmlose Einzelheiten, die sich zu einem Netz aus Scheinbeweisen verdichten, könnte auch hier passiert sein. Ist relativ selten, klar (wir haben ja auch relativ wenig umstrittene Urteile), könnte aber eben doch sein. Es gibt doch im Grunde nur drei belastende Dinge: silencer.ch, Schmauch und Motiv.

Motiv - Haus war ggfls doch nicht so hellhörig, wie es das urteil annimmt (prüfen!); Ohrstöpsel können genauso gut entlastend gewertet werden. In 8 jahren hat er sich bei ca 10 Personen hie und da +über Lärm beschwert...kein Zeuge berichtete von einem "ich halte das nicht mehr aus, ich kann nicht mehr". Ein Zeuge sagt sogar öffentlich, er habe vor Gericht umfangreiche Lärmbelästigungen ja nun gerade bestritten. Tunnelblick des Gerichts?

Schmauch - mal mit, mal ohne Alu (wie hättens denn gerne?) - dennoch sagen die Experten, ganz zweifelsfrei Tatmuni! Denk bitte an die Experten vom Berliner LKA, die ganz zweifelsfrei Brandbeschleuniger gefunden haben wollen. Monica de Montgazon sitzt noch heute auf ihren Kosten! Das FBI verzichtet inzwischen aus guten Gründen auf Schmauchspuren. Bei Vergleichsschießen hate der Experte, wie er selber einräumt, n i c h t mehr die damals von Darsow benutzte Panzerfaust zur Verfügung. Waas ist ein solches Vergleichsschießen wert?

silencer.ch - es gab einen Waffenfreak, der unstreitig versucht hat, Beweismaterial zu manipulieren, und der auch nicht ausschloß, die Site mal aufgerufen zu haben. Nur der besagte Aufruf, das sei na klar niemals er gewesen...

Hunde schlugen nicht an, keine DNA gefunden. Waffenbeschaffung ungeklärt (die gibts nicht mal so eben um die Ecke!). Alles entlastende wird weggewischt. Keine DNA, kein gebell? Dann war er halt gut eingepackt, peng. Die Waffe und der Tyvek-Anzug wurden vorbildlich entsorgt von Darsow, der offenbar genau wusste, wie man das macht...aber die Internetrecherche findet natürlich nicht im Internetcaffee statt sondern auf Arbeit, inklsuive Ausdruck. Meine Privatdownloads mach ich auch immer auf Arbeit...(für mich schlicht gespenstisch, das anzunehmen! Ein Mörder bereitet sich vor, indem er auf Arbeit Bauanleitungen für Waffenbau ausdruckt! Derselbe Mörder, der die Waffe geräuschlos be- und dann wieder entsorgt hat, also professionell gehandelt hat!  Irre...)

Klaus Tolls - ich nenne das jetzt mal so - ..nunja..."Machenschaften" (siehe voriges Posting): Nicht aufgeklärt! Er war immer total nett. Klar doch...

nee, sorry, das Urteil ist so bei aller Liebe nicht haltbar.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Di Apr 15, 2014 4:35 am

Hochinteressant:

http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt39.htm

Fall de Montgazon schrieb:Allerdings arbeitete Monika de M. oft bis in die späten Abendstunden. Nicht selten war sie bis 21:00 in der Praxis anzutreffen. Danach kümmerte sie sich auch noch um den bettlägerigen Vater Theo de M. In der letzten Zeit soll sie verschlossener gewesen sein und ihr Äußeres vernachlässigt haben, sagen Kolleginnen. Und Monika de M.s Arbeitgeberin glaubt, dass die Schwierigkeiten mit Freund Karsten Sch. begannen. Sie weiß, dass die bescheiden lebende Arzthelferin rätselhafter Weise verschuldet war und ihr Gehalt vom Lohn gepfändet wurde.

Soll, hätte, könnte, so irgendwie und überhaupt, und bei Regenwetter ist das umgekehrt. Und überhaupt, Sie wissen schon.

Guilt by association in Reinkultur. Verschuldet war sie, etwas ungepflegt zuletzt...Mörderin!

Ist das hier in diesem Fall so ausgeschlossen, dass es sich bei den "Beweisen" ähnlich verhält?

http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt68.htm

Prozessbericht schrieb:nsgesamt hinterlässt diese Hauptverhandlung auch aus anderen Gründen einen mehr als faden Nachgeschmack. So gab die 22. Große Strafkammer während des gesamten Prozesses einen eher lustlos gereizten Eindruck und ließ deutlich an Stil zu wünschen übrig.

Viele Verhandlungstage begannen nicht unter einer Verspätung von 30 Minuten. Einen Prozesstermin hatte der vorsitzende Richter glatt vergessen. Hochdotierte Gutachter, angereist aus der gesamten Bundesrepublik, machten den weiten Weg umsonst, da auch die geladenen Feuerwehrleute seltsamerweise ausblieben.

Eine Zuschauerin, die allen Prozessterminen in still ergebener Andacht lauschte, warf Richter Faust ungehalten brüllend aus dem Saal. Sie hätte angeblich "geschwatzt". Der beisitzende Richter dagegen pflegte der Hauptverhandlung mit geschlossenen Augen zu folgen. Während der Schlussplädoyers nickte er immer wieder vollends ein, sodass zu befürchten stand, dass er mit dem Kopf auf die Tischplatte fällt.

In der Summe: Die Haltung des Hohen Gerichts, sprich der 22. Großen Strafkammer, darf den unbeteiligten Prozessbeobachter sehr wohl zu einigem Zweifel berechtigen, ob Monika de M. wirklich einen fairen Prozess bekam. Zumal der vorsitzende Richter Peter Faust mindestens einmal erklärte: "Ich halte die Angeklagte für verdächtiger als zuvor." Ohne dass die entscheidenden Aussagen der Brandsachverständigen bereits erfolgt waren. Immer wieder attackierte der Vorsitzende Richter den Verteidiger Lutz Körner, dem bei der Lage der Dinge nichts blieb, als auf eine Revision hinzuarbeiten. "Sie beleidigen meine Intelligenz!", herrschte ihn Richter Peter Faust an.

bei solch einer Kammer biste verraten und verkauft.

pfiffi

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von Lilie am Mi Apr 30, 2014 7:25 am

Es wurden ja auch andere Sachen nicht berücksichtigt. Das Opfer hat versucht sich eine Schußwaffe zu besorgen. Vielleicht hatte der Mann Feinde. Woher kommen die  30.000 Euro Bargeld die beim Opfer gefunden wurden ? Hat das Opfer versucht jemanden zu erpressen ? Die Aussagen die belegen sollen, dass das Opfer keine Kontakte zu Rockern gehabt hätte, stammen von einem ehemaligen Hells Angels Mitglied. Der Mann würde sich wahrscheinlich in ziemlich große Gefahr begeben wenn er was anderes aussagen würde.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von smint21 am Do Jun 12, 2014 9:06 pm

Liebe Interessierte, liebe Freunde,

unter dem Motto: „Mollath, Spitze des Eisbergs“ findet eine Kundgebung am Tag des Wiederaufnahmeverfahrens gegen Gustl Mollath statt.

Wann: 7. Juli 2014 von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr Wo: Landgericht Regensburg, Kumpfmühler Straße 4, 93047 Regensburg

Die Kundgebung findet zwischen den Gebäuden den Landgerichts Regensburg (Augustenstraße 3 und Kumpfmühler Straße 4) statt.

Es würde mich freuen wenn so viele Leute wie möglich zur Unterstützung dabei wären. Mit dieser Kundgebung soll auf andere Justizirrtürmer hingewiesen werden. Vor dem Landgericht wird eine Klagemauer (3x4 Meter) mit Plakaten von weiteren Justizirrtürmern stehen.

Wenn Sie auch auf einen Fall aufmerksam machen möchten, müssen sie sich an den Veranstalter Herrn Günter Mühlbauer unter http://www.facebook.com/groups/485703404845351/permalink/641853139230376/ wenden.

Viele Grüße
Anja Darsow

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am Mo Aug 25, 2014 5:10 pm

Nach beruflicher Überlastung endlich mal wieder hier.

Ich möchte noch einmal auf das Urteil p. 174 und dort auf Anja Darsows Anmerkung hinaus. Zitat: "Der sachverständige Dr. Schulze fand in seinem Gutachten kein Aluminium"

Da ich weiß, dass auch Frau Darsow oder ihr nahestehende hier mitlesen: Liegt das Gutachten Dr. Schulzes vor? Das Urteil behauptet es ja anders (p 174 175, "rechte Zählung"). Wenn das Urteil nachweisbar ein Gutachten falsch zitiert (fahrlässig, nicht vorsätzlich, wie ich denn doch unterstelle), sollte allein das schon einen absoluten WA-Grund hergeben.

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Re: Der Fall als solcher

Beitrag von pfiffi am So März 01, 2015 9:46 am

Ich bündel hier nochmal einige Überlegungen, die ich woanders formuliert habe:
Der Systemadministrator hat, erstens, seinen Laptop vor Abgabe gereinigt, und er hat ihn, zweitens, gereinigt, obwohl er wusste, dass dieser Laptop im Rahmen einer Mordermittlung überprüft werden soll. Mit anderen Worten: Der Systemadministrator hat vorsätzlich Beweismittel manipuliert! Das muss man in aller Härte so sagen, wie es ist. Rational begründbare Gegenmeinungen existieren nicht. Es ist vermutlich sogar rechtsfehlerhaft, diese dem Gericht im Prinzip bekannten Manipulationen nicht zugunsten Darsows zu werten. Es ist dabei im Prinzip zunächst auch egal, warum er manipuliert hat. Ich freunde mich immer stärker mit Deiner Variante an - er wollte nicht hineingezogen werden in die Sache. Aber mein ursprünglicher Verdacht (wollte keinen Ärger, weil er seinen Firmenlaptop weitumfänglich privat nutzte) ist auch möglich. Dass er auch Musikdateien löschte, könnte sogar auf meine Variante verweisen (oder die Musikdateien waren illegal). Nun, gleichviel, warum: Er hat willentlich, wissentlich, vorsätzlich und strukturiert, dh mit Hilfe von Vorbereitungshandlungen, nämlich mit Hilfe eines Schredderprogramms, Beweismaterial manipuliert. Das ist das entscheidende, und das gilt es festzuhalten. Dass das Gericht sich auf die Musikdateien fokussiert und die Waffensite-Ansurfereien herunterspielt, erlaube ich mir komisch zu finden.

Dass das Gericht - ich erwähnte und zitierte es - die Dutzenden von Personen, die silencer.ch ebenfalls angesurft haben und die nicht ermittelt werden konnten, einfach so unter den Tisch fallen läßt, empfinde ich als Skandal. Das kann ich nicht mehr anders nennen. So kriege ich jeden verurteilt.

Die Polizei hat den Schalldämpfer exlizit nach der silencer.ch-Anleitung nachgebaut. Ergebnis ist bekannt: Ständig flog der Schalldämpfer ab. Da es, was ich erst im Rahmen meiner Recherche erfahren habe, Bauanleitungen ähnlichen Ansatzes dutzendfach gab und gibt, darunter solche, die verlangen, dass die PET-Flasche verschraubt wird, ist es mehr als fraglich, ob bei der Tatbegehung überhaupt die silencer.ch-Bauanleitung Verwendung fand. Dieser Fakt - das Scheitern des polizeilichen Tests - verstärkt noch einmal unsere kritischen Fragen, ob man denn silencer.ch überhaupt brauchte.

Und auch, wenn das jetzt bloß eine Plausibilitätserwägung ist: Darsow, der keinerlei Kontakte ins "Millieu" hatte und mitnichten einfach an Waffen herankam, hat also die Waffe heimlich still und leise aufgetrieben und hinterher entsorgt. Aber die Bauanleitung zum Schalldämpfer wird auf einem quasi-öffentlichen Arbeitsplatz angesehen und ausgedruckt? Wo in jeder Sekunde ein Kollege reinkommen kann "Na, Andreas, was surfste denn gerade so?" Diese halbe, stille Stunde in einem Internetcafe wäre doch wohl auch noch drin gewesen... bei so einem kontrollierten, planend vorgehenden Mann, wie ihn uns das Urteil präsentiert.

1 - Urteil behauptet, die reihenhäuser seien schlecht isoliert. Das ist so nicht richtig, um es milde zu sagen. Dazu braucht man, wie Mark benecke zutreffend ausführte, auch nicht einmal ein Gutachten. Eine tatortbegehung hätte ausgereicht.
2 - Urteil behauptet jahrelangen Dauerstreit der Familien. Dazu zitiert es ua den anderen Nachbarn Falk Zappe. Zappe bestreitet öffentlich, es vor Gericht so gesagt zu haben. Es habe vielmehr kaum noch Streit gegeben. Der wilde Streit war Jahre vorher, es hatte sich aber beruhigt.

Aus 1 und 2 folgt: Das Motiv ist widerlegt!

3 - Urteil behauptet, der offenbar eingesetzte Schalldämpfer beruhe auf Bauplänen auf silencer.ch. Diese Site habe AD angesurft. Tatsächlich hat jemand in ADs Firma silencer.ch angesurft und sich den bauplan ausgedruckt. Nur ist es in ADs Firma so: de facto sind die Accounts offen gewesen. Jeder konnte an jeden PC. In der Firma gab es unstreitig einen Sysadmin (!!!), der Waffennarr war. Er hat beständig Waffensites angesurft. Dieses Ansurfen hat er versucht abzudecken. Es ist keineswegs abwegig, zu spekulieren, auch dieses Surfverhalten müsse man ihm, nicht AD, zuordnen. Das wird durch folgende Überlegung verstärkt: AD hat sich, wenn er es denn war, völlig lautlos eine Waffe besorgt haben müssen. Man weiß bis heute nicht, wie und wo. Da war er als plannender Mörder sehr clever. Aber den Bauplan für einen Schalldämpfer ersurfe ich mir auf Arbeit??? Bullshit, sorry. Warum nicht in einem gemütlichen Internetcafe? Es kommt noch schlimmer: das Urteil selber räumt ein, dass im fraglichen Zeitraum und aus der fraglichen Umgebung heraus ca 200 mal silencer.ch angesurft wurde; ca 70 dieser 200 Internetuser konnten nicht identifiziert werden. Jeder von ihnen kann es gewesen sein. Im übrigen ist dieser Schalldämpfer im Eigenbau in der Waffenszene offenbar nicht so unbekannt.
4 - Urteil unterstellt einfach, AD habe sich die Tatwaffe halt irgendwo besorgt und dann erfolgreich auch wieder entsorgt. Man bekommt aber nicht mal so ebend eine Wumme. Selbst hier in Hamburg nicht (Geh mal auf den Kiez als Wildfremder, geh in die einschlägigen Etablisments und frag nach einer Knarre...d.h., tu es lieber nicht, Rausschmiß mit Fußtritt ist das Mindeste...) Will sagen: AD muss also irgendwie Kontakte ins Millieu gehabt haben. Hat er aber nicht. Der Mann ist, er möge es mir nicht übel nehmen, ein respektabler Spießer, der mit seinen Kindern Fußball spielt. Woher dann die Tatwaffe?
5 - Auch, wenn man etwas skeptisch bei Hunden sein soll, zumindest der "Geruchstest" (Geruchsprobe von AD wird dem Hund hingehalten, dann mal schauen, ob der Spurengeber am Tatort war) ist als Methode relativ gut verifiziert. Die Geruchsprobe ergab: Laut Hund war AD nicht am Tatort. Die zeitnah eingesetzten Mantrailer-Hunde nahmen eine Witterung auf, die von den Häusern weg führte (also auch von ADs Haus weg), offenbar zu einem Parkplatz, wo der Täter vermutlich ins Auto stieg.
6 - Schmauchspuren: In den USA wird inzwischen von der Verwertung geringer Schmauchpartikel fast ganz abgesehen - zu fehleranfällig. Hier haben die Experten, wie das Urteil einräumt, in ihren Tests nicht die Munition verschossen, die AD früher bei der Bundeswehr verschossen hat (chmauch bleibt Jahrzehnte erhalten, da anorganisch). Was ist ein solcher Vergleich wert? Ferner: Kriminalbeamte kamen direkt nach ihren Schuss-Test am Tatort zu den Darsows. Als Mark Benecke davon hörte, fiel er fast hinten über vor Fassungslosigkeit. Eine Kontamination ist nicht auszuschließen.

Meine Liste all der Widersprüche im Urteil ist unvollständig.

pfiffi

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